Die letzte Station in unserer Street-Fighter-Zeitreise

Heute möchten wir euch mehrere Teile von Street Fighter III vorstellen:

– Street Fighter III: New Generation (1997)

– Street Fighter III: 2nd Impact – Giant Attack (1997)

– Street Fighter III: 3rd Strike – Fight for the Future (1999)

Im Februar 1997 gibt „Street Fighter III: New Generation“ in den Spielhallen sein Debüt. Das Spiel läuft zum ersten Mal auf der brandneuen CPS III Hardware mit 25Mhz CPU, 8×16 MiB Flash ROM, einem Stereo Sound Chip und SCSI CD-ROM Unterstützung. Das neue Arcade-System-Board ermöglicht aufwendigere 2D-Grafiken, als der Vorgänger CPS II. Neben der verbesserten Grafik, wird mit „Street Fighter III: New Generation“ auch das Gameplay überarbeitet, das zwar auf dem Gameplay von „Super Street Fighter II Turbo“ basiert, jedoch auch einige neue Features und Fähigkeiten bietet.

Eine Wesentliche Änderung ist die Einführung von sogenannten Super Arts. Das sind kraftvolle Special Moves ähnlich den Super Combos aus Super Turbo und den Alpha-Teilen. Nachdem ihr euren Charakter ausgewählt habt, müsst ihr euch eine von drei charakterspezifischen Super Arts aussuchen, die ihr anschließend im Kampf verwenden möchtet. Ähnlich wie die Super-Combo-Anzeige, habt ihr nun eine Super-Art-Anzeige, die sich füllt, sofern ihr erfolgreiche Angriffe gegen den Gegner ausführt. Ihr könnt nur dann die Super Art performen, wenn eure Anzeige komplett gefüllt ist. Die Anzeige kann sich mehrmals füllen. Abhängig von der gewählten Super Art variiert die Länge der Anzeige und das Höchstmaß der Aufladungen.

Ein weiteres neues Feature die Fähigkeit Angriffe zu parieren. Mit diesem Move könnt ihr Angriffen komplett ausweichen. In exakt dem Moment wo euch der gegnerische Angrifft trifft, könnt ihr den Hebel vor- oder zurückbewegen, um zur Seite zu treten, ohne Schaden zu erleiden. Mit diesem Move wird euer Gegner anfällig für einen Gegenangriff. So könnt ihr euch sogar gegen Special Moves und Super Arts verteidigen, ohne Schaden zu nehmen, oder den Stun-Balken zu füllen, was eigentlich passiert, wenn ihr einen Special Move regulär blockt. Das Parieren eines Angriffs erfordert jedoch genaues Timing und etwas Übung.

Neben den neuen Super Arts und der Fähigkeit, Angriffe zu parieren, bringt „Street Fighter III: New Generation“ auch einige Detailänderungen im Gameplay mit sich. So könnt ihr in schnell auf den Gegner zustürzen, oder euch zurückziehen. Ihr könnt auch „kleine Sprungangriffe“ durchführen die besonders gut gegen hockende Gegner sind. Wie noch in Street Fighter Alpha ist es nicht mehr möglich, in der Luft zu blocken. Nachdem ihr umgehauen wurdet, könnt ihr schneller wieder aufstehen.

„Street Fighter III: New Generation“ wird als direkte Fortsetzung der „Street Fighter II Serie“ konzipiert. Mit Ausnahme von Ken und Ryu werden alle Charaktere von der Spielerliste entfernt. Die neue Kämpfer-Riege wird von Alex angeführt. Die Eltern von Alex sind sehr früh gestorben, worauf der Wrestler von seinem Mentor „Tom“ großgezogen wird, welcher ihm auch das Kämpfen beibringt. Er kämpft bevorzugt im Nahkampf-Wrestling mit schnellen Rush-Attacken. Alex will sich für die Niederlage seines Freundes Tom an Gill rächen. Der neue Antagonist namens Gill übernimmt die Bossrolle des M. Bison aus den vorherigen Street Fighter Teilen. Gill ist ein phantastischer Mann, der Feuer und Eis kontrollieren, sowie manipulieren kann. Zudem ist er Präsident der Geheim-Gesellschaft „Illuminati“ und möchte das Gleichgewicht in der Welt wiederherstellen.

Zählt man Yun und Yang zusammen als eine Person, könnt ihr im ersten Teil von Street Fighter III aus insgesamt 10 Kämpfern auswählen. Der neue Bossgegner kann allerdings nicht für euch antreten. Im Einzelspielermodus stellt ihr euch insgesamt sieben Gegnern, inklusive Gill.

Bereits 8 Monate nach dem Erscheinen von „Street Fighter III: New Generation“ wird im Oktober 1997 der Nachfolger „Street Fighter III: 2nd Impact – Giant Attack“ für die Spielhallen veröffentlicht.

Im Spiel findet ihr einige Änderungen und Neuerungen. Zum Beispiel könnt ihr zusätzlich zu den Super Arts auch etwas stärkere Versionen eurer Special-Moves, namens Ex Specials, spielen. Wenn eure gefüllte Super Art Anzeige zu blinken beginnt könnt ihr die mächtigeren Special-Moves starten, indem ihr 2 oder 3 Angriffstasten, anstatt nur einer einzigen drückt.

Weitere Neuerungen in „2nd Impact“ sind die „Grap Defense“ Moves mit denen ihr einen Wurfangriff kontern könnt und „Personal Action“ eine Art charakterspezifische Verspottung (Taunt). Jede Verspottung birgt einen bestimmten charakterspezifischen Effekt. Ryus „Personal Action“ beispielsweise verringert sein Betäubungslevel. Die „Personal Action“ von Urien steigert seine Angriffskraft für sämtliche Moves, ausgenommen Wurfattacken.

In „2nd Impact“ könnt ihr alle 10 Charaktere aus dem Vorgänger spielen. Es kommen sogar zwei neue Kämpfer hinzu. Hugo Andore ist ein professioneller Wrestler der auf der Suche nach einem starken Team-Partner ist. Häufig wird er von seiner Managerin „Poison“ begleitet. Der zweite neue Kämpfer ist Urien, Gills jüngerer verbitterter Bruder. Er kann Elektrizität und Metall zu seinem Vorteil benutzen. Sein Ziel ist es, die Illumination gewaltsam von seinem Bruder Gill zu nehmen. Yang, der im ersten Spiel eine alternative Version von Yun ist, wird in „2nd Impact“ zu einem eigenständigen Chrakter mit eigenen Moves und Super-Art. Der aus „Super Street Fighter II Turbo“ bekannte Akuma kehrt als wählbarer Kämpfer zurück. Unter bestimmten Voraussetzungen kann im Einzelspieler-Modus auch ein computergesteuerter Akuma als Endgegner erscheinen. Wenn ihr gegen Akuma eine gute Performance abliefert, dürft ihr im Anschluss noch gegen Shin Akuma antreten. Shin Akuma könnt ihr in „2nd Impact“ jedoch nicht selbst spielen.

Gegenüber dem Vorgänger ist der Einzelspieler-Modus in „2nd Impact“ leicht verändert. Ihr müsst euch gegen 8 Gegner behaupten, von denen ein Kämpfer euer charakterspezifischer Endgegner ist. Die in „Super Street Fighter II“ zuletzt spielbaren Bonusrunden werden mit „2nd Impact“ erneut eingeführt. Am Ende des dritten KI-Matches könnt ihr euch in einem Minispiel namens „Parry the Ball“ beweisen. Hier müsst ihr 20 Basketbällen parieren, die der KI-Gegner und Basketballer Sean auf euch wirft. Falls ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt, steht ihr im Einzelspielermodus auch eurem individuellen Erzfeind gegenüber, mit dem ihr einen kurzen Dialog austauscht.

Die Handlung in „2nd Impact“ überschreibt die Ereignisse aus „New Generation“. An verschiedenen Schauplätzen auf der ganzen Welt findet das dritte World Warrior Turnier statt. Das zweite Turnier ist Jahre her und neue Charaktere treten in Erscheinung. Obwohl alle Charaktere ihre eigenen Motive und Ziele verfolgen, verbreiten sich seit dem Fall von Shadaloo Gerüchte über eine neue Geheim-Gesellschaft namens Illuminati.

Die dritte Version von Street Fighter III mit dem Titel „3rd Strike: Fight for the Future“ wird 1999 für die Spielhallen veröffentlicht.

Das Gameplay aus dem Vorgänger „2nd Impact“ wird weitgehend beibehalten, jedoch werden einige Mechaniken hinzugefügt. Der „Guard Parry“ oder auch „Red Parry“ erlaubt euch, während der Deckung zu parieren, falls euer Timing korrekt ist. Nach jeder Runde wird euch das Spiel bewerten. Bei einem Zwei-Personen-Match erhält der Gewinner Buchstabennoten in Offensive, Defensive, Technik und Extra. Im Einzelspielermodus werdet ihr immer bewertet, auch wenn ihr verlieren solltet. Die Noten reichen hierbei von E – dem niedrigsten Wert, bis MSF, oder Master Street Fighter – dem höchsten Wert. Das von den Fans gefeierte Bonusspiel „Destroy the Car“ könnt ihr in „3rd Strike“ wieder spielen.

Die Ereignisse in „3rd Strike“ finden nach dem Turnier aus „2nd Impact“ statt. Chun-Li findet erneut Einzug in die Street Fighter Serie. Auf sie bezieht sich auch der zweite Untertitel „Fight fort he Future“. Chun-Li kehrt zurück, will ihre Adoptivtochter Li-Fen retten, die unter mysteriösen Umständen verschwand und findet eine neue lebenslange Mission. Sie möchte ihre Kampfkunst an die Zukunft, eine neue Generation von Straßenkämpfern, weitergeben. Necro aus „New Generation“ wird durch Twelve sersetzt, einen der ersten erfolgreichen Soldaten aus Illuminati’s „G-Project“ der seinen Körper zu Waffen formen kann. Makoto – ein japanisches Mädchen, Q – eine mysteriöse Figur und Remy – ein französischer Kämpfer mit langem Haar, könnt ihr in „3rd Srike“ ebenfalls für euch antreten lassen, wodurch die Anzahl der wählbaren Kämpfer auf insgesamt 19 steigt.

Ihr könnt die Arcade-Versionen aller drei Spiele in der „Street Fighter 30th Anniversary Collection“ auch selbst spielen. Erhältlich für PS4, Xbox One und Nintendo Switch!

Quelle: http://www.capcom-germany.de/2018/08/die-letzte-station-in-unserer-street-fighter-zeitreise/