Dynasty Warriors 9 Spieltest und Wertung

Musou-Spiele gehören zu der Sorte Spiele, die man entweder hasst oder liebt. Viele unterschiedliche Kollaborationen mit verschiedenen Spielemarken sind in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen, und dabei konnten die Spiele durchaus überzeugen. Doch den tatsächlichen Ursprung hat die Serie im Dynasty Warriors-Franchise. Mit dem neuesten Ableger wartet auf Fans zudem eine große Überraschung. Mit Dynasty Warriors 9 gesellt sich nämlich eine der größten Veränderungen hinzu, die die Marke im Verlauf der Geschichte durchleben durfte.

Die Welt wird offener

Wenn sich etwas in den letzten Jahren, oder besser gesagt seit der letzten Konsolengeneration verändert hat, dann ist es das Spieldesign selbst. Während wir in früheren Ablegern stets in recht schlauchigen Leveln unterwegs waren, konnten wir in den letzten Spielen immer offenere Gebiete begehen und hier große Schlachten führen. Mit Dynasty Warriors 9 geht der Entwickler Omega Force noch einen gewaltigen Schritt nach vorn, denn hier wartet eine komplett offene und zudem gigantische Spielwelt auf den Nutzer.

Wie gewohnt schlüpft ihr dabei wie in die Rolle eines Charakters von einem von vier Häusern des feudalen Chinas. Angehaucht von tatsächlichen Geschehnissen, gilt es hier mit über 70 verschiedenen Figuren durch die alten Reiche zu stapfen und in gewohnter Manier gegen große Heere anzutreten. Wie gewohnt ist der eigene Held mal wieder übermächtig, und kann alleine gegen ganze Armeen antreten. Dafür stehen spektakuläre Kombo-Attacken zur Verfügung.

So großartig das Gameplay und die offene Spielwelt allerdings auch sind, so überholt kommt der Titel im technischen Bereich daher. Clipping-Fehler, aufploppende Figuren, pixelige Laubtexturen und negativauffallende Grafikdetails sorgen hier schnell für Abwechslung – und das auf der Xbox One X. Zwar haben wir hier die Möglichkeit die Grafikoptionen hinsichtlich Auflösung und Bildrate anzupassen, doch optisch fallen hier keine wirklich markanten Änderungen auf. Nicht zu vergessen seihen hier die ewig-langweiligen Duplikate von Feinden, als hätte man eine halbe Armee geklont. Copy-Paste ist offenbar einfacher, als dass man eine Handvoll von Eigenschaften erstellt und Charaktere auf Basis dieser zufallsgeneriert erstellen lässt.

Fazit:

Dynasty Warriors 9 hätte so wunderbar werden können. Alleine die offene Spielwelt gehört zu den wirklich markanten und großen Änderungen, die dem Spiel den Titel „Überraschung des Jahres“ hätte verleihen können. Stattdessen bekommen Spieler es hier mit manchen neuen aber auch diversen alten Problemen zu tun, und das gepaart mit einer technisch eher mauen Präsentation. Dynasty Warriors 9 macht dabei vieles richtig, wie abwechslungsreiche Geschichten rund um die zahlreichen Charaktere zu erzählen, doch dabei stellt sich der Titel immer wieder selbst ein Bein, was gerade in der grafischen Präsentation zu Grunde liegt. An sich ist Omega Force für den Mut neue Wege zu gehen zu loben, insbesondere da das Franchise ein sehr starres gewesen ist, doch auch technisch muss hier zukünftig noch deutlich nachgelegt werden!