Metal Gear Survive Spieltest und Wertung

Solltet ihr hinter dem neuen Metal Gear Survive einen weiteren normalen Ableger der beliebten Spiele-Serie rund um Snake aka Bis Boss erwarten, dann seit ihr schief gewickelt. Viel mehr versteckt sich hinter diesem Titel eine alternative Geschichte, die euch in eine alternierende Realität schickt. Entsprechend bekommt ihr es hier auch mit einem ähnlichen, doch recht unterschiedlichen Metal Gear zu tun, was auch daran liegen mag, dass Hideo Kojima Konami nach Metal Gear V verlassen hat. Also, was versteckt sich hinter diesem neuen Ableger?

Ordentlicher Anfang, jedoch zu wenig Abwechslung

Inhaltlich erinnert Metal Gear Survive in gewisser Weise an Minecraft: Die meiste Zeit laufen wir umher, suchen Ressourcen und bekämpfen sporadische Gegner. Durch einen unglücklichen Zufall, oder vielmehr Schicksal, landet unser namenloser Held in einer alternativen Realität. Dies ist eine Welt, die einst wie die unsrige war und durch Menschen bevölkert wurde. Doch hier hat sich etwas zugetragen, was das Aussterben dieser zur Folge hatte. Ein parasitärer Organismus in Form eines Kristalls hat die Menschen befallen und diese wandern nun wie Zombies durch die Gegend. Doch anstelle eines Kopfes, ragt hier der rot-schimmernde Kristall aus dem Hals.

Um aus dieser feindseligen Welt zu entfliehen, gilt es zunächst einmal zu überleben und Daten zu sammeln. Mithilfe einiger Mitstreiter, die wir unter anderen im Verlauf des Spiels finden, aber auch mit der K.I. Virgil, die unsere Basis verwaltet, geht das Abenteuer auch schon los. Hier gilt es zunächst die neue Welt zu erforschen, Nahrungsmittel aufzutreiben und genügend Ressourcen zu sammeln. Mit letzteren können wir uns entsprechende Ausrüstung und Waffen zusammenbauen, die Basis aufwerten, Barrikaden und andere Objekte bauen, und noch viel mehr.

Das Erkunden der Welt spielt dabei eine Kernrolle, die zudem durch einen merkwürdigen Staubnebel verdeckt ist. Um durch diesen zu wanden, brauchen wir Sauerstoff, da der Staub giftig für Menschen ist. Entsprechend bedarf es guter Planung um lange genug am Leben bleiben zu können. Aber auch viele gefährliche Wesen lassen sich hier vorfinden, die es zwecks Ressourcen auch zu erlegen gilt. Während Metal Gear Survive spielerisch sehr gut gelungen ist, so ist der Titel inhaltlich eher als mau anzusehen. Die Story ist vergessenswert, die Anzahl an Gegnern an einer Hand abzuzählen und auch das Questdesign kommt sehr uninspiriert daher.

Was Konami zudem besonders anzukreiden ist, sind die Bezahl-Inhalte. Dies beginnt zum einen direkt zum Start von Metal Gear Survive: Nur ein Speicherslot ist verfügbar und weitere müssen für rund 10 Euro pro Slot freigeschaltet werden. Ähnlich verhält sich dies unter anderen mit einer besonderen Mechanik. Die Mitglieder unserer Gruppe können wir auf Missionen schicken. Diese sind dann für einige Zeit unterwegs und helfen uns beim Plündern. Insgesamt können wir bis zu fünf Teams entsenden, aber auch hier ist nur ein Team von Beginn an verfügbar. Weitere müssen wieder einmal für je 10 Euro freigeschaltet werden. Für ein Spiel, welches 39,99 Euro kostet, ist dies schon eine üble Dreistigkeit. Zumal möchte man denken, dass Konami aus den Fehlern von EA mit Star Wars Battlefront gelernt hat… tja, falsch gedacht.

Fazit:

Metal Gear Survive ist ein solider Titel, der allerdings mit fehlender Tiefe zu kämpfen hat. Wäre man hier bei Konami noch den Extra-Schritt gegangen um beispielsweise abwechslungsreiche Aufgaben und Herausforderungen einzubauen, dann hätte hier ein richtig ordentliches Spiel heraus erwachsen können. So bleibt der Titel leider vergessenswert, der allenfalls dafür herhalten kann um die Langeweile zu bekämpfen. Am traurigsten an der ganzen Sache bleibt zudem die Entscheidung Bezahl-Inhalte zu implementieren, die den Spielspaß weiter in den Staub drück. Und wenn wir eins in Metal Gear Survive gelernt haben, dann das der Staub toxisch ist.