Moonlighter Spieltest und Wertung

Zugegeben, das Konzept hinter Moonlighter ist nicht neu. Eine Mischung aus Item Store und Action-Rollenspiel haben wir schon häufig in allerlei Kombinationen erleben dürfen. Sei es ein Rune Factory, Recettear: An Item Shop’s Tale oder beispielsweise Weapon Shop de omasse, die Titel und Variationen sind zahlreich. Doch gleichzeitig hat es bislang kein Spiel geschafft, die Gratwanderung so glorreich zu bestehen wir Moonlighter, was allerdings vielen Aspekten zu verdanken ist.

Zwischen Frust und Sucht

Was euch zu allererst bei Moonlighter klar sein sollte ist, dass es sich hierbei um einen Rogue-like-Titel handelt. Ergo das Spiel ist alles andere als leicht, und ihr werden mit Sicherheit den einen oder anderen Tod erleben müssen. Dass dies allerdings kein Ausschlusskriterium ist, liegt schon im Herzen des Genres. Denn nur wenn ihr die Steuerung perfekt beherrscht, eure Gegner in und auswendig kennt und nicht zu gierig werden, ist euer Abenteuer von Erfolg gekrönt.

In Moonlighter spielen viele Aspekte und Elemente zusammen, die aus dem Titel eine hochkarätige Spielerfahrung machen. Dies beginnt bei der wunderschönen Pixel-Art-Grafik, geht über ein solides Kampsystem und reicht hin über den tollen Animationen oder der präzisen Steuerung. Die Story ist dabei relativ simpel aufgezogen. Ihr schlüpft in die Rolle von Will, dem Sohn einer Familie die schon seit Generationen einen Item Shop in dem Dorf Rynoka beherbergt. Diese Stadt wurde in der Nähe von mysteriösen Portalen errichtet, in denen sagenumwobene Schätze schlummern sollen. Doch Will möchte nicht nur in die Fußstapfen seiner Familie stapfen, sondern der Ruf nach Ruhm hat ihn ereilt.

Also gilt es hier ein Doppelleben zu führen. Tagsüber können wir unseren kleinen Laden hüten und des Nachts in den Dungeons umherstreifen. Dabei gilt es sich den dortigen Monstern zu erwehren, wozu wir im Lauf der Geschichte unterschiedliche Waffen beim Schmied herstellen können. Sei es ein Bogen, ein Zweihänder oder bspw. ein paar Klauen – hier wird Abwechslung groß geschrieben. Doch um diese Waffen zu erhalten, gilt es zunächst die richtigen Ressourcen in den Dungeons zu sammeln, die wir obendrein für massig Geld an die Bevölkerung Rynokas in unserem Laden verkaufen können.

Und hier kommt der Spaß an der Geschichte ins Spiel: Nicht nur stumpfe Action bietet Moonlighter, auch gilt es hier klug zu wirtschaften. Welche Items können wir aus unseren Reisen mitbringen und welche brauchen wir nicht mehr? Wie sieht es mit der Nachfrage aus – was wollen die Bürger aktuell am dringensten haben? Und welche items sollte ich lieber fürs Craften aufsparen? Fragen die sich mit der Zeit schnell von alleine klären, zumal ein Upgraden der Waffen und anderen Items Pflicht ist. Das Spiel verfolgt hier nämlich eine simple Formel: Im Spielverlauf steigt der Schwierigkeitsgrad linear an, sodass ihr eure Ausrüstung mit den nächsten neuen Items immer erneut upgraden müsst. Simpel und doch effektiv!

Fazit:

Sollte euch langweilig sein, dann kann euch Moonlighter bestimmt für zahlreiche Stunden einen großartigen Zeitvertreib bieten. Gegen anspruchsvolle Monster antreten, mit zahlreichen Waffen in sich durch die endlos-wirkenden Dungeons metzeln, zahllose Items looten und diese am Ende im eigenen Laden für massig Profit verkaufen. Ein simples Spielprinzip trifft auf ein süchtig-machendes Spielprinzip. Ein Blick kann sich hier ohne Frage lohnen!